Welcome to Singapore

04April
2012

Tag 2: Glanz, Gold und Gute Laune

Am Samstagmorgen waren wir frueh auf den Beinen, denn wir hatten einiges vor. Zunaechst ging es mit dem Taxi auf einen der vielen unzaehligen Floating Markets in der Umgebung. Unser war recht klein- eine Empfehlung einer Dame am Bahnhof in BKK, die sie uns in Thai auf einen Zettel schrieb und wir dem Taxifahrer zeigten. Nach einer etwa 45 minuetigen Fahrt waren wir dann am Ziel. Ein Kanal, auf dem kleine Boote an einem Steg angelegt hatten und von dort allerhand Essbares und teils Kurioses verkauften- davor ein kleiner Markt.

Kao San Road- am fruehen Morgen wie leergefegt

Anschliessend ging es auf einen riesigen Markt. Ein ganzer Tag haette nicht gereicht um jeden der Staende zu besuchen. Mehrere grosse Markthallen waren aneinandergereiht und in schmalen Gassen fand sich alles Erdenkliche von Kleidung ueber Tiere und Essen.

Schosshuendchen zum Mitnehmen Das passende Outfit fuer Wuffi gibt es eine Strasse weiter das passende Halsband auch

Nach dem Mittagessen (Green Curry mit Reis) zurueck in Bangkok City war Sightseeing angesagt. Wir besichtigten den buddhistischen Wat Pho im Zentrum der Altstadt, eine grosse Tempelanlage mit zahlreichen Türmen. Er beheimatet auch den riesigen liegenden Buddha- an dessen Fuessen sind 80 Schuesseln aufgereiht und man soll einer Tradition zufolge mit jeder Muenze, die man hineinwift, einen Wunsch äussern. Wir haben das einmal ausprobiert und festgestellt, wie gut es uns eigentlich geht, denn selbst wenn man zu seinen eigenen noch Wuensche von Familie oder Freunden hinzufuegt, ist es ganz schoen schwierig auf 80 zu kommen.

Lunch

Dann ging es mit dem Schiff ueber den Fluss zur gegenueberliegenden Seite, auf der sich ein Turm befindet, den man besteigen kann- vorausgesetzt man ist schwindelfrei und bewältigt die Vielzahl an wirklich sehr steiler Stufen!

Der Abend endete zunaechst in einer Bar und dann in der Disco Hollywood.Wo die sich genau befindet, kann keiner von uns sagen, da uns der Taxifahrer dort einfach absetzte. Wir verbrachten den Abend als einzige Europäer bei harter Elektromusik, in einer Disco ohne Tanzflaeche inklusiver Stripshow und Performance auf der Buehne! Muss man einmal erlebt haben- aber einmal reicht dann definitiv;)

04April
2012

Off to Bangkok...

Man koennte meinen, dass Singapur nichts zu bieten hat, denn nach dem Bali Wochenende war an dem darauffolgenden Bangkok das naechste Ziel. Raus also aus dem sauberen, strukturiertem und geordneten Singapur und rein in das auf der einen Seite, zumindest was seine Tempel betrifft, golden und prunkvoll erscheinende und zum anderen lautere, chaotischere und auch dreckigere Bangkok.

Am fruehen Freitag Abend stiegen wir in den Flieger und innerhalb von 2 Stunden waren wir in Thailands Hauptstadt. Nachdem wir etwa 1,5 Stunden in der Immigration Schlange gewartet hatten, nahmen wir den Expressway vom Flughafen in die Stadt. Beim Aussteigen wurden wir auch direkt mit dem schwuelen, heissen Wetter konfrontiert – und das, obwohl es bereits nach 21 Uhr war- und auch mit dem Smog, der in der Luft hing. Relativ schnell stellt man fest, dass es in Bangkok ein wenig chaotischer zugeht- auf der Strasse unzaehlige bunte Taxen, dazwischen zahlreiche Tuk Tuk und Mofas, die sich ihren Weg durch den starken Verkehr bahnen und immer wieder Hupkonzerte. Puh, erst einmal durchatmen und dann nach einem Taxi Ausschau halten- eines anzuhalten ist nicht schwierig, allerdins koennen die Fahrer es sich scheinbar erlauben waehlerisch zu sein, denn die ersten 3 wollten uns nicht mitnehmen und der vierte setzte uns nach nicht einmal 100 Metern tatsaechlich auf die Strasse, da wir die von ihm fuer die kurze Fahrt geforderten 200 B (ca. 5,- Euro) nicht zahlen und nicht verhandeln wollte. Der naechste brachte uns dann fuer die Haelfte zunaechst einmal ins (Touristen-)Zentrum, der Kao San Road.

Dort waren wir mitten drin im hektischen Treiben und liefen an den zahlreichen Touristenshops, Restaurants, Bars und kleinen Strassenstaenden vorbei, an denen allerhand verkauft wurde. Thailaendische Nudelgerichte, Gemuese, Pfannkuchen, Doener, Fruchtsaefte, Fleischspiesse und vieles mehr wurde auf kleinen Wagen oder Karren zubereitet und guenstig (30-80 Baht) verkauft. Unser Abendessen fand auf einer Treppe vor einem kleinen Shop statt und bestand aus Pat Thai, gegrilltem Maiskolben und einem Fruchtsaft. Mit unserem Gepaeck machten wir uns anschliessend auf die Suche nach unserem Hostel. Aufgrund der Tatsache, dass wir uns zwar den Strassennamen notiert hatten, aber nicht wussten, dass es diese Strasse 5 Mal gibt, jeweils mit der entsprechenden Nummer dahinter und jede auch noch unglaublich lang war, nahmen wir dann nach einer halbstuendigen Suche ein Taxi. Die Fahrt erschien ein wenig orientierungslos, da der Fahrer, der uns zunaechst versicherte, dass das Hostel gleich um die Ecke sei, erst einmal in die ganz andere Richtung fuhr als er und erklaert hatte und dann in einem riesen Bogen zurueck fuhr. Schliesslich landeten wir tatsaechlich da wo wir wollten und Daniel und Mareike, die von ihrer Inseltour nach Koh Samet zurueckkamen, warteten bereits auf uns.

Den ersten Abend verbrachten wir auf der Kao San Road und in einer netten kleinen Bar am Strassenrand.

04April
2012

Bali in Bildern...

... einige zusaetzliche Fotos von unserem Trip

unsere Unterkunft in Padang Bai

04April
2012

Tag 4: Die Goetter meinten es gut mit uns...

Und hatten scheinbar auch ein Auge auf uns. Am vierten Tag unserer Reise forderten wir das Schicksal wohl am meisten heraus. Morgens ging es nur schnell zur Post und dann wollten wir Padangbai auch so schnell wie moeglich verlassen. Es war zwar ein netter Ort an der Kueste, aber leider hatte er bis auf eine Strasse nicht viel zu bieten- und endlich einmal an einen richtigen Strand wollten wir.

Stichwort Transport: Ins Auge gefasst hatten wir den Whitesandsbeach, von dem wir uns erhofften, dass er seinen Namen zurecht traegt. Wir liessen uns also ausnahmsweise von einigen Transport-Schreiern anquatschen. Die ersten Angebote schlugen wir jedoch aus, da wir fuer eine halbstuendige Fahrt nicht so viel bezahlen wollten wie fuer die halbe Tour vom Vortag. Die Fahrer versuchten den Preis mit der Tatsache zu rechtfertigen, dass die Fahrt bergauf und die Strasse serpentinenartig verlaeuft. Schliesslich fanden wir zwei junge Fahrer, die bereit waren uns auf dem Roller zum Strand gefahren. Kurzerhand wurde das Gepaeck im Fussteil des Rollers platziert und los ging es- dieses Mal sogar (sehr vorbildlich) mit Helm. Die Fahrt war sehr spannend und fuehrte durch mehrere kleine Doerfer mit kleinen Huetten und Staenden am Strassenrand- und wurde von einer Polizeikontrolle unterbrochen. Unsere Fahrer hatten alle Papiere dabei (welch Glueck) und eigentlich haetten wir die Fahrt fortsetzen koennen- waere da nicht der Polizist gewesen, der seine Authoritaet auf zweifelhafter Art und Weise demonstrierte. Er kam ziemlich nah an unseren Roller und fasste M und mich an der Schulter an. Dann blickte er ueber die tiefsitzende „Ray-Ban“ Brille an, streichelte uns ueber den Arm und fragte erst nach unseren Namen und dann wo wir in der Nacht uebernachten wuerden. Aehm, muss man dazu noch irgendwas sagen? Wir laechelten natuerlich nett, sagten, dass wir das noch nicht wissen wuerden (was ja auch stimmte) und ignorierten seine Bemerkung, dass er gerne vorbeikommen wuerde. Unsere Fahrer loesten die Situation auf, indem sie anfuhren woraufhin er ein paar Schritte zurueck trat. Auf dem weiteren Weg ueberlegte wohl jede von uns, wer uns hier noch helfen sollte, wenn einen selbst die Polizei auf der Strasse schon angraebt.

Wir verliessen irgendwann die Hauptstrasse und fuhren durch kleine Gassen eines Dorfes und angrenzendes Farmland dann einen steinigen Huegel hinunter und durch einen kleinen Wald- dann waren wir da. Unsere Fahrer kamen uns mit der Frage wie wir wieder dort wegkommen wollten zuvor, aber wir waren uns sicher, dass wir schon eine Loesung finden wuerden. Der erste Weg fuehrte uns am Strand entlang, vorbei an einigen kleinen Strandrestaurants und Holzbooten (auch dieser Strandabschnitt war nicht der einsame Traum, den wir uns erhofften, aber wahrscheinlich nirgends finden wuerden) fuer ein Nickerchen auf unser Handtuch. Gegen Mittag wechselten wir auf eine Liege, assen einen leckeren Reisteller und tranken Wassermelonensaft- so liess es sich aushalten.

Nach einigen Stunden wollten wir weiter- weit und breit aber kein Transport in Sicht- wir haetten es nicht fuer moeglich gehalten, dass wir das einmal vermissen wuerden. Es ging also zunaechst einmal mit Sporttasche und Rucksack bepackt den Huegel hinauf und Richtung Dorf. Es war ganz nett sich ein wenig die Umgebung anzusehen und wir hofften irgendwo auf eine Transportmoeglichkeit zu treffen. In einem kleinen Shop, in dem wir Wassrer kauften, trafen wir tatsaechlich einen Balinesen, der etwas Deutsch sprach – und das mitten in der Pampa im Osten B. Er riet uns zur Strasse zu gehen und einen Bus zu nehmen. Da er uns aber weder sagen konnte welchen Bus, geschweige denn wo dieser haelt, standen wir einige Minuten spaeter etwas verloren am Strassenrand und scherzten, dass wir ja trampen koennten- mit einem Gemuesetransporter, Lkw oder gleich einem Balinesen, der mindestens genauso nett ist wie der Polizist. Minuten vergingen, aber dann begann der wirklich beste Teil der Geschichte.

Vor uns stand ein Bus- ein kleiner Bus mit offener Tuer und der Fahrer lehnte sich aus dem Fenster und sagte etwas wie wereduyouwannago. Da wir keine Ahnung hatten wo wir waren, versuchten wir zu erklaeren , dass wir irgendwo hin muessen wo es Transport gibt und sagten noch groessere Stadt. Er verstand uns natuerlich nicht und winkte uns lediglich in den Bus- zoegernd folgten wir der Aufforderung und die Busfahrt mit ungewissem Ziel begann. Mit uns reisten drei Schulmaedchen (daher gingen wir davon aus, dass es in Ordnung sei mitzufahren), ein aelteres Ehepaar und eine alte Omi, die nach kurzer Zeit begann uns auf balinesich vollzuquatschen. Wir laechelten zumindest freundlich zurueck. Nach und nach stiegen alle anderen fahrgaeste aus- irgendwo, nachdem sie stop gerufen hatte, denn so wie der Bus und irgendwo eingesammelt hatte, hielt er auch auf Wunsch ueberall.

Immer wieder versuchten wir herauszufinden wo wir waren. Es war zwar eine ganz lustige Fahrt, aber irgendwann mussten wir ja auch wieder aussteigen. Erst nach etwa 1,5 Stunden erwies sich unsere Karte als sehr hilfreich und wir stellten gluecklicherweise fest, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Am Abend wollten wir den Tanah Lot Tempel im Westen der Insel ansteuern und daher entpuppte sich die Fahrt nach Denpasar als gluecklicher Zufall.

Nach einiger Zeit, kleinen Strassen durch viel Gruen und Doerfer, wurde es zunehmends grauer, dreckiger und voller. Auf den Strassen von Denpasar waren unmengen von Menschen unterwegs- Mareike scherzte noch, dass wir hier rausgeworfen werden  und da stoppte der Bus auch schon- Endstation fuer uns. Da standen wir nun; mittlerweile regnete es wieder- umgeben von einer Traube Balinesen, die alle auf uns einredeten. Wir versuchten das Beste aus unserem spontanen Besuch irgendeiner Ecke Denpasars, in die sich wohl nicht viele Touris verirren (den Blicken der Balinesen nach zu urteilen), zu machen und der Hunger trieb uns in eine kleine Strasse an einem Busbahnhof. Unter den Blicken der Einheimischen assen wir eine Art Gemuesesuppe an einem kleinen Strassenstand und im Anschluss Nudeln in einem Strassenrestaurant. Bald waren die umliegenden Tische mit Menschen gefuellt und die Frau und ihre Familie schienen ein wenig verwirrt, ja zu Beginn fast ein wenig verängstigt zu sein fuer uns zu kochen. Als wir ihr aber versicherten, dass es uns schmecke, sahen wir ein Laecheln auf ihrem Gesicht und unterhielten uns (so gut es ging) ein wenig mit ihr. Sie half uns auch, als mehrere kleine Jungs an unserem Tisch um Geld bettelten und Menschen einfach stehen blieben um uns beim Essen zuzusehen. Das Nudelgericht schmeckte super und Mareike und ich wurden fuer 2 Euro inkl. 2 Getränke satt.

Da es bereits frueh am Abend war und wir den Sonnenuntergang am Felstempel Tanah Lot erleben wollten, suchten wir im Anschluss nach einem Taxi. Da sich die Suche nicht so leicht gestaltete und ein jeder uns „Transport“ anbot, wichen wir schliesslich auf die Ladeflaeche eines kleinen LKWs aus. Die naechsten 2 Stunden (wir rechneten mit 45 Minuten) ging es raus aus Denpasar und Richtung Westkueste. Die Sonne sank immer tiefer und als wir schleisslich unser Ziel erreichten, war es bereits stockfinster. Sichtlich niedergeschlagen wollten wir dennoch einen Blick auf den Tempel werfen und davon konnte uns auch der stärker werdende Regen nicht abhalten. Wir liefen ueber den Markt (alle Staende wurden bereits abgebaut) und zum Felsstrand. Ausser einem schwarzen Nichts sahen wir jedoch nichts. In der Ferne hoerte man die Wellen, aber nicht einmal das Ufer konnten wir ausmachen. Zu unserem Pech finf es auch noch an wie aus Eimern zu schuetten. Wir fluechteten, bereits klatschnass, zu einen naheliegenden Unterstand. Ein wenig deprimiert, frierend und nass setzten wir uns erst einmal auf eine Mauer, auf der noch andere Leute sassen, die vor dem graesslichen Wetter geflohen waren. Wir bemerkten, dass wir von einer Gruppe verschleierter Frauen und ihren Maennern beaeugt wurden und fuehlten uns ein wenig unwohl in unseren kurzen Shorts und der restlichen Kleidung, die an unserem Koerper klebte. Zwei von ihnen fragten uns nach einem Foto- danach wollte jeder einmal mit uns fotografiert werden. Ergebnis war ein Foto von den klatschnassen Deutschen mit etwa 15 Indonesiern, die uns verrieten, dass sie ein befreundetes Pärchen auf ihrer Hochzeitsreise begleiteten. Wir unterhielten uns eine halbe Ewigkeit mit der Gruppe- die Indonesier schienen sichtlich nervoes und verrieten uns, dass sie noch nie mit Europäern gesprochen oder einen beruehrt haetten- und so durfte uns auch jeder einmal anfassen. Als wir uns an unseren Fahrer erinnerten, der auf uns wartete, machten wir uns auf dem Rueckweg zum Parkplatz und die Gruppe folgte uns. Sie boten uns lustigerweise an, uns mit zurueck nach Kuta zu nehmen, wo wir am Abend mit den beiden Balinesen verabredet waren. Wir entschieden, dass wir dieses Angebot unmoeglich ausschlagen konnten (schickten unseren Fahrer nach Hause) und sassen einige Minuten später in einem Kleinbus inmitten von 10 Indonsiern auf dem Weg nach Kuta. All die Namen konnten wir uns gar nicht merken, wir schafften es aber immerhin die Pärchen anhand der Kopftuch und Kleidungsfarbe einandder zuzuordnen. In Kuta angekommen luden sie uns noch zum Abendessen ein und da wir noch ein wenig Zeit hatten, willigten wir ein. Kurzerhand sassen wir an einem grossen Tisch und hatten ein Körbchen mit Reis und Huehnchen in Curry vor uns stehen. Besteck gab es nicht, denn es wurde mit den Fingern gegessen- sehr zur Freude unserer neuen Freunde, die vergnuegt zusahen, wie wir uns den Reis, ja man muss fast sagen, in den Mund schaufelten. Wir bekamen eine Trainingseinheit „Wie esse ich mit der Hand und schiebe den Reis elegant mit Hilfe von nur 2 Fingern von der Hand in den Mund“, aber mussten zugeben, dass das gar nicht so einfach war und wir die einzigen am Tisch waren, die am Ende beide Haende und den Tisch eingesaut hatten. Mit unseren Traenen in den Augen und der laufenden Nase standen wir ebenfalls alleine da- ich esse ja wirklich gerne und oft scharf, aber in Indonesien definiert man das scheinbar anders! Im Anschluss besuchten wir noch einen gegenüberliegenden Grossmarkt. Hier gab es von Kosmetik und Körperpflege bis hin zu Kleidung und Lebensmitteln alles, was das Herz der Gruppe hoeher schlagen liess. Nach einer Stunde hatten zumindest wir genug und die Zeit draengte ebenfalls, so dass wir uns von unseren sehr lieben neuen Freunden verabschiedeten. Wir mussten zuvor versichern, dass wir sie alle auf facebook adden werden, bzw sie uns adden koennen ( wir haben daher jetzt jeder mehr als 10 indonesische neue Freunde auf facebook;)). Der Trip zum Tanah Lot Tempel hat sich also dennoch gelohnt und uns einen sehr interessanten und lustigen Abend beschert...

die Postkarten machen sich auf den Weg... der Eismann Padang Bai Whitesandsbeach der Opi, der nicht aufhoeren wollte zu spielen... Bus? Bus! unterwegs... Suppenkueche on the way to Tanah Lot wir posieren (nass) fuer unsere neuen indonesischen Freunde Gruppenfoto

09März
2012

Tag 3: Mit Mr. Wonderful unterwegs...

Am fruehen Morgen verliessen wir nach Pfannkuchen Nummer zwei unserer Reise die Unterkunft und statteten unseren Freunden den Affen im nahegelegenen Affenwald einen Besuch ab. Mareike war ein wenig mulmig zumute, da es eine ganze Horde Affen war, die auf dem Weg, den Mauern oder im Dschungl hockten, miteinander spielten, sich rauften und auch haeufiger mal anfauchten und auf die Bananen, die man am Eingang kaufen konnte, verzichteten wir auch lieber.
Danach liefen wir zurueck zu unserer Unterkunft und holten unsere Sachen ab. Kaum wieder auf der Strasse, hoerten wir das generell ueberaus beliebte und oft gehoerte "Transport?"- beliebteste Frage auf der Strasse neben de "Magic Mushrooms?" am Abend. Vor uns sass ein etwa 50 jaehriger dicker Balinese, mit einer Karte  in der Hand. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste wir zwar, dass wir an diesem Tag gerne mal die Reisfelder und Tempel im Umland besichtigen wollten, aber wie, das wussten wir noch nicht. Wir beschlossen uns zumindest einmal bei ihm zu erkundigen und er erklaerte uns geduldig wo wir ueberall hinkoennten und bot uns dann an uns in seinem Kleinbus zu fahren- ueberall hin wo wir wollten, wie er sagte. Wir ueberlegten ein wenig ob wir das machen sollten und auch, ob unser Budget das verkraften wuerde, aber 10 Minuten und einige Erklaerungen und Tourvorschlaege spaeter sassen wir auf der Rueckbank von Mr Wonderful, unserem privaten Fahrer fuer diesen Tag. Wir verliessen Ubud entlang der Kunsthaendler und fuhren ein wenig nordoestlich die Strasse entlang. Erster Stop war auf einer Reisplantage, die terassenfoermig angelegt war und sich ueber die gesamte huegelige Landschaft erstreckte. Die einzelnen Ebenen sorgen dafuer, dass das Wasser von oben nach unten laufen kann und auch wirklich alle Pflanzen erreicht. Anschliessend ging es auf einen Kaffeeplantage mit angrenzendem Garten. Wir lernten wie Kaffee hergestellt wird und durften uns anschliessend auch durch verschiedene balinesische Sorten probieren. Ingwer-, Vanille-, Schoko-, Ginsengkaffee serviert in kleinen Taesschen und als Highlight Luwakkaffee, ein Kaffee, der aus Bohnen gewonnen wird, die zuerst von dem gleichnamigen Tier gefressen und nach dem Ausscheiden dann geroestet werden. Keine leckere Vorstellung, aber ein leckerer Kaffee. Dann ging es weiter mit dem Bus nach Tegalang, beruehmt fuer seine weitlaeufigen Reisterassen. Mittendrin gab es einen Felstempel, von dem uns nur gefuehlte 1000 Stufen trennten. Bergab nehazu problemlos zu bewaeltigen, bergauf bei ueber 30 Grad jedoch eine Herausforderung. Der weite Blick uber die Felder und das satte gruen der Pflanzen war aber einfach toll und wir konnten sogar auf schmalen Pfaden zwischen den Felder entlang laufen. Naechste Station war ein anderer Tempel mit einer kleinen Hohle. Dann weiter zu einer Art Dschungltempel, der eine aufregende Expedition quer durch den Busch fuer uns bereithielt. Etwa eine Dreiviertelstunde liefen wir auf einen sehr schmalen und verwachsenden Weg (mit Flipflops) entlang, ueberwanden Schlammloecher und Aeste und stiegen steile Haenge hinauf. Niemand, auch nicht die wenigen denen wir begegneten, wussten wie weit es noch bis zum Tempel oder wo uberhaupt dieser war. An einem steilen Abhang mit einigen in die Wand gerammten Steinplatten, die zu einer Hanegbruecke weiter unten fuehrten gaben wir uns geschlagen und drehten um. Durstig, zerstochen und verschwitzt sassen wir eine Stunde spaeter wieder im Bus und ruegten unseren Fahrer fuer seinen Vorschlag. Mittlerweile war es frueher Abend, unsere Fuesse wurden muede und wir beschlossen, dass wir genug Tempel und Reisfelder gesehen hatten. Zudem hatten wir geplant noch ein oder zwei Tage am Strand zu verbringen und liessen uns von unserem Fahrer zum oestlich gelegenen Paidang Bai fahren. Obwohl die Fahrt wieder durch zahlreiche kleine urspruengliche typische balinesische Doerfchen fuehrte, schlief ich nach etwa einer Dreiviertelstunde ein und wachte erst am Ziel wieder auf. Hier endete unser Tag mit Mr. Wonderful dann auch, der (das muss man wirklich sagen) seinem Namen alle Ehre machen. Er war nett, lustig und konnte uns allerhand ueber Bali erzaehlen. Besonders lachen mussten wir aber ueber die Tatsache, dass auch er, wie alle Balinesen, auf Fragen zu der Religion, Tempeln oder Goettern meist antwortete, dass es auf den richtigen Spirit ankommt. Aha, in der chinesischen Kultur bringt alles Glueck oder Wohlstand und das einzige was auf Bali zaehlt, ist der Spirit. Einschub: Man zieht den Statuen sogar eine Art Tuch/ Rock an um den Spirit zu erhalten (vllt auch um die armen nicht zu entbloessen). Diese Gewaender haben im Uebrigen Aehnlichkeit mit dem Outfit der balinesischen Polizei, die auch im karierten Rock auf Streife geht. Fuer die insgesamt 6 Stunden Fahrt und Bespassung zahlten wir unserem Fahrer umgerechnet zusammen etwa 45,- Euro. Nicht schlecht dafuer, dass wir komfortabel und sicher reisten, bestimmen konnten wo es hinging und ueberall halten konnten. Also, wer auch einmal auf Bali ist kann sich gerne melden, wir haben die Visitenkarte von Mr. Wonderful erhalten und er freut sich sicherlich... Mareike und ich checkten vor Ort in ein Hostel ein, bzw. in ein halbes zweistoeckiges Boot und verbrachten den Abend an einer Strandbar in der wir auf einer Bank mit 100 Kissen die Fuesse hochlegten, Postkarten schrieben, dem Meer lauschten und Milchshakes schluerften.
Zaehnchen haben sie auch hmm, schmeckt das gut Cacao Kaffeebohnen jetzt wissen wir auch endlich, wie Pandanblaetter aussehen:) der Luwak wir probieren Luwak Kaffee mit frittieren Suesskartoffeln Dschunglexpedition Padangbai

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